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Mit Leidenschaft und Lebensmut: Ulrich Retzlaff nimmt an den Parkinson-TT-Weltmeisterschaften in Hannover teil |
Wenn in diesem Jahr vom 26. – 30.9.2026 die Tischtennis-Weltmeisterschaften für Menschen mit Parkinson in
Hannover stattfinden, wird mit Ulrich Retzlaff (71) auch ein Spieler vom BTW Bünde dabei sein, der seit Jahrzehnten für Engagement, Vereinstreue und sportliche Leidenschaft
steht
Ende der 70er stand die Tischtennis-Abteilung des BTW Bünde nach dem Rücktritt des damaligen
Abteilungsleiters Oswald Rieso vor einer schwierigen Phase. Gemeinsam mit Hans-Hermann Schürmeier übernahm der damals 18jähriger Verantwortung und baute die Abteilung mit großem persönlichem Einsatz
wieder auf. Über Jahrzehnte hinweg engagierte sich Ulrich Retzlaff als Trainer im Jugendbereich und begleitete zahlreiche junge Spielerinnen und Spieler mit großem Erfolg auf ihrem sportlichen Weg.
Generationen von Jugendlichen profitierten von seiner Geduld, seiner Fachkenntnis und seiner Begeisterung für den Tischtennissport.
Vor rund acht Jahren schockte ihn dann die Diagnose Parkinson. Für viele Betroffene bedeutet die
fortschreitende neurologische Nervenkrankheit, die schleichend die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt, einen tiefen Einschnitt in ihren Alltag. Doch Aufgeben war für Ulrich Retzlaff keine Option. Dank
einer guten medizinischen Einstellung durch seinen behandelnden Arzt konnte er seinen geliebten Sport weiterhin ausüben. Statt sich zurückzuziehen, blieb er dem Wettkampfsport treu und spielte
weiterhin in Mannschaften verschiedener Leistungsklassen.
Dass Tischtennis Parkinson-Betroffenen helfen kann, ist inzwischen weit über die Tischtennisszene hinaus
bekannt. Die Sportart fordert gleichzeitig Reaktionsvermögen, Gleichgewicht, Koordination, Konzentration und Beweglichkeit. Viele Betroffene berichten, dass sich durch regelmäßiges Training
Bewegungsabläufe verbessern und sie sich körperlich sowie mental leistungsfähiger fühlen. Wissenschaftlich gilt Tischtennis zwar nicht als Heilmittel, wird jedoch zunehmend als wertvolle Ergänzung
zur medikamentösen Behandlung und Physiotherapie angesehen. Besonders wichtig ist dabei auch der soziale Aspekt. Training und Wettkämpfe schaffen Gemeinschaft, Motivation und Selbstvertrauen,
Faktoren, die für Menschen mit Parkinson von großer Bedeutung sind.
Dass Ulrich Retzlaff nun zu einer Weltmeisterschaft fahren kann, verdankt er der internationalen Bewegung PingPongParkinson (PPP). Diese wurde 2017 vom kroatisch-amerikanischen Musiker Nenad Bach in den USA gegründet. Nachdem er selbst an Parkinson erkrankt war, stellte er fest, dass regelmäßiges Tischtennisspielen seine Symptome deutlich verbesserte. Aus dieser persönlichen Erfahrung entstand die Idee, Tischtennis gezielt als unterstützende Therapie für Parkinson Betroffene einzusetzen. Was als kleine Initiative im Raum New York begann, entwickelte sich rasch zu einer weltweiten Bewegung mit tausenden Aktiven und Gruppen in mehr als 25 Ländern. Höhepunkt sind die regelmäßig stattfindenden Weltmeisterschaften für Parkinson-Erkrankte,
In Deutschland schlug die Initiative wie ein Schmetterball ein. Der Verein PingPongParkinson Deutschland e.
V. (PPP) wurde 2020 von Thorsten Boomhuis und Harry Wißler ins Leben gerufen und verzeichnet seither ein explosives Wachstum. Der bundesweit größte Tischtennisverein hat inzwischen ca. 3.000
Mitglieder und verfügt über 315 Stützpunkte, an denen Betroffene gemeinsam zum Schläger greifen. Dies zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung Tischtennis inzwischen für viele Parkinson Erkrankte
gewonnen hat.
Für Ulrich Retzlaff ist die Teilnahme an der diesjährigen Parkinson WM in Hannover mit 1.000 Teilnehmern ein besonderer Meilenstein. Bereits bei der letzten WM 2021 in Berlin hatte er sich um einen Startplatz beworben, war aber nicht zum Zuge gekommen. Doch ein echter Sportler gibt nicht auf. Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt. Die Vorfreude ist entsprechend groß. Für ihn geht es dabei nicht allein um sportliche Ergebnisse. Vielmehr steht die Begegnung mit Gleichgesinnten aus aller Welt, der Austausch von Erfahrungen und die gemeinsame Begeisterung für den Tischtennissport im Mittelpunkt. Und natürlich freut er sich darauf, erstmals in einem Nationaltrikot bei der großen Eröffnungsfeier auflaufen und den BTW Bünde vertreten zu dürfen. Gleichzeitig ist seine Teilnahme ein starkes Signal. Parkinson muss nicht das Ende sportlicher Aktivität bedeuten. Im Gegenteil können Bewegung, Gemeinschaft und Leidenschaft helfen, Lebensqualität zu erhalten und sich neue Ziele zu setzen.
Der BTW Bünde wird die Auftritte seines langjährigen Jugendtrainers und Mannschaftsspielers mit großem Interesse verfolgen. Alle Mitspieler wünschen ihm für die Weltmeisterschaft in Hannover viel Erfolg, - er selbst hat sich das Erreichen der Hauptrunde in einer der drei leistungsbezogenen Startergruppen als Ziel gesetzt - unvergessliche Erlebnisse und vor allem weiterhin Freude an dem Sport, der ihn seit so vielen Jahren begleitet.
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Vereinsmeisterschaften am 30.5.2026 |
Bei den diesjährigen Vereinsmeisterschaften wurden die Wettbewerbe der Damen/Herren sowie der Jungen 15 wieder in Form von Vorrunden in Gruppen ausgetragen, wobei Jeder gegen Jeden spielte. Um auch spielschwächeren Teilnehmern eine Teilnahme zu erleichtern, wurden den stärkeren Spielern mehrere Punkte Vorsprung eingeräumt. Die Punktevorgaben orientierten sich an den vom WTTV errechneten Spielstärkenwerten (QTTR). Die jeweils ersten beiden Spieler jeder Gruppe qualifizierten sich für das Viertelfinale. Im Wettbewerb der Jungen 19 wurde aufgrund der geringen Beteiligung nur in einer Gruppe jeder gegen jeden gespielt und der Spieler mit den meisten gewonnenen Spielen als Sieger ermittelt. Zudem stand die bewährte Trostrunde der Damen/Herren wieder auf dem Programm. Bei allen Spielen wurden wie in früheren Zeiten zwei Gewinnsätze bis 21 gespielt. Insgesamt nahmen diesmal nur 9 Damen/Herren (so wenig wie noch nie), 9 Jungen 15 sowie 7 Jungen 19 an den Vereinsmeisterschaften teil.
Damen/Herren
In den Gruppenspielen gab es keine größeren Überraschungen. Im Viertelfinale wurden keine Spiele ausgetragen, Im ersten Halbfinale hatte Marko Langenitz gegen Dirk Greive einen harten Kampf zu bestehen und verlor den ersten Satz knapp mit 21:18. Danach brachte der er aber die folgenden Sätze relativ sicher mit 21:18 und 21:10 nach Hause. Im zweiten Halbfinale stand mit Markus und Alexander Stefanik ein Familienwettkampf auf dem Programm, den erst im dritten Satz Alexander Stefanik denkbar knapp mit 21:19 für sich entscheiden konnte. Das Finale war spannend. Marko Langenitz verlor den ersten Satz mit 21:19, gewann den zweiten zwar mit 21:17, musste sich aber dann im dritten Satz mit 21:17 wiederum geschlagen geben.
Von Links: Marko Langenitz, Alexander Stefanik, Markus Stefanik, Dirk Greive
Doppelwettbewerb
Bei den Doppelwettbewerben wurden den stärkeren Spielern jeweils ein spielschwächerer Partner zugelost. Dirk Greive und Sebastian Rill gewannen das 1. Halbfinale sicher mit 2:0 gegen Markus Stefanik und Stefanie Linke. Das zweite Halbfinale zwischen Alexander Stefanik/Stefan Mischke und Marko Langenitz/Michael Bergmann endete mit 2:0 für die erstgenannte Paarung. Im Finale setzten sich Alexander Stefanik/Stefan Mischke mit 2:1 gegen Dirk Greive/Sebastian Rill mit 2:1 durch und wurden verdient Vereinsmeister im Doppel.
<Von links: Sebastian Rill, Dirk Greive, Stefan Mischke und Alexander Stefanik
Trostrunde Damen/Herren
In der Trostrunde im Einzel zeigte Stefan Mischke eine starke Leistung. Er gewann das Endspiel gegen Sebastian Rill mit 21:16 und 21:14.
Von links: Sebastian Rill und Stefan Mischke
Jungen 15
Bei den Jungen 15 wurde Timo Zacharias mit 3:1 und Hauke Oberbremer mit 3:0 Siegen jeweils Gruppensieger. Jeweils Zweiter der Gruppe wurde
Yasin Lafhim mit ebenfalls 3:1 und Basti Grospiz mi 2:1 Siegen. Das 1. Halbfinale gewann Timon Zacharias sicher mit 2:0 gegen Basti Grospiz. Im 2. Halbfinale gewann ebenfalls sehr sicher Hauke
Oberbremer mit 2:0 gegen Yasin Lafhim. Im Finale sicherte sich dann Timon Zacharias deutlich mit 21:14 und 21:14 den Vereinsmeistertitel. Doppel wurden diesmal nicht
ausgespielt.
Von Links: Hauke Oberbremer, Timon Zacharias, Basti Grospiz und Yasin Lafhim
Jungen 19
Aufgrund von nur 7 Teilnehmern wurde in dieser Kategorie Jeder gegen Jeden in einer Gruppe gespielt. Hier zeigte Simon Oberbremer eine
hervorragende Leistung: Er gewann alle 6 Spiele und verlor keinen einzigen Satz, was ihn zum Vereinsmeister machte. Auf Platz 2 folgte Lennart Hasse mit 5:1 Siegen. Dritter wurde Mirko Schmidt mit
4:2 Siegen. Im Doppel wurden Lennart Hasse/Nils Beekmann Vereinsmeister durch einen 3:1 Sieg gegen Simon Oberbremer/Maurice Jobski.
1 Punkte Cup
Darüber hinaus wurde zum zweiten Mal in den Konkurrenzen Erwachsene und Jugendliche (U19 + U15) der „1-Punkt Cup“ veranstaltet. Dabei wurde im KO-System nur ein Punkt ausgespielt und die Gewinner kamen direkt in die nächste Runde. Bei den Erwachsenen sicherte sich Alexander Stefanik und bei den Jugendlichen Lennart Hasse den Titel.
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Überraschender Besuch bei den Vereinmeisterschaften der TT-Abteilung des BTW Bünde am 30.5.2026 |
Bei den Vereinsmeisterschaften der TT-Abteilung des BTW Bünde konnte der Abteilungsleiter Damian Schwarz mit dem überraschenden Besuch von Thomas Brosig aufwarten. Thomas Brosig ist neuer Geschäftsführer beim Westdeutschen Tischtennisverband und Nachfolger von Michael Keil, der sich aus Altersgründen zurückgezogen hat. Thomas Brosig ist mit der Tischtennisabteilung des BTW aus seiner aktiven Zeit in Bünde eng verbunden. Er spielte erstmals in der Saison 1997/98 in der Regionalliga für den BTW und schaffte in der Folgezeit zuerst den Aufstieg in die 2. Bundesliga und unter der Regie von Abteilungsleiter Oswald Rieso mit seinen Mannschaftskollegen Evgueni Shetinin, Josef Braun, Zhu Xiaoyong, Roland Krmascheck, Andreas Johansson, Sebastian Somorjai sogar den Aufstieg in die 1. Bundesliga (Näheres unter Vereinsgeschichte auf dieser Webseite). Aus finanziellen Gründen musste der BTW aber damals auf den Aufstieg verzichten und stürzte in den Folgejahren bis in die Kreisklasse ab. Abteilungsleiter Damian Schwarz überreichte Thomas Brosig in Anerkennung für seine damaligen Verdienste für den BTW und für seine herausragenden Verdienste um den Tischtennissport eine Ehrenurkunde und dankte für seinen Besuch. Thomas Brosig, der immer noch aktiv Tischtennis spielt, ließ es sich anschließend nicht nehmen, sich mit einigen Tischtennisspielern des BTW an der Platte zu messen.
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Jahreshauptversammlung am 11.5.2026 |
Auf der Jahreshauptversammlung der TT-Abteilung des BTW begrüßte der Abteilungsleiter Damian Schwarz die Teilnehmer – diesmal immerhin 20 von 105 – recht herzlich, dankte allen Helfern und Trainern für die Unterstützung bei der Leitung der Abteilung und gab anschließend einen Bericht über die Aktivitäten der Abteilung sowie das Abschneiden der einzelnen Mannschaften in den Mannschaftswettbewerben. Hervorzuheben war das Abschneiden der Jungen im Doppel bei den Kreismeisterschaften, die in dieser Disziplin Kreismeister wurden.
Wie in den vergangenen Jahren fanden wieder ein Sommerfest bei Uwe Burkheiser, ein Kegeln, eine Bowlingveranstaltung und ein Eisstockschießen in der Eishalle in Herford statt. Aufgrund der geringen Beteiligung wird das Eisstockschießen in diesem Jahr allerdings ausfallen. Für die Erwachsenen wurde eine Weihnachtsfeier im Restaurant zur Klinke und für die Jugendlichen in der Sporthalle am Markt veranstaltet. Die diesjährigen Vereinsmeisterschaften werden am 30.5.2026 stattfinden.
Im Oktober 2025 gabe es einheitliche neue Trikots für die Herren- und Jugendmannschaften, die zu 75 % von der Sparkasse Herford gesponsert
wurden.
Die vergangene Spielsaison war in sportlicher Hinsicht sowohl für die Herren als auch für die Jungend und Schüler durchwachsen. Es wurden in der Regel mittlere Tabellenplätze erreicht.
Nach dem Bericht der Kassenprüfer war die Kasse von Hans-Hermann Schürmeier vorbildlich geführt worden. Der gesamten Abteilungsleitung wurde Entlastung erteilt. Zu den Kassenprüfern wurden erneut Jochen Pühmeyer und Dietmar Buschmeier gewählt.
Abteilungsleiter Damian Schwarz hatte bereits im letzten Jahr zurücktreten wollen, sich aber überreden lassen, noch einmal das Amt zu übernehmen. Für die Wahlen im nächsten Jahr wird er aber leider definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen. Das gleiche trifft auf den Jugendwart Peter Spatzl zu.
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Eisstockschießen der TT-Abteilung |
In der Eishalle in Herford trafen sich mehrere Spieler zum Eisstockschießen. Die Teilnehmer teilten sich auf zwei Bahnen auf, jeweils mit zwei Teams, und traten gegeneinander an.Ziel des Eisstockschießens ist, die eigenen Stöcke so nah wie möglich an einem runden Puck am Ende der Bahn zu platzieren. Gleichzeitig versucht man, die Stöcke der Gegner zu verdrängen. In mehreren Runden kämpften die Teams um den Sieg und die meisten Punkte. Alle Beteiligten hatten großen Spaß und einen schönen Abend.